My Switch – Die Software
Seit mittlerweile einigen Monaten habe ich OSX, zuerst als Experiment, ob OSX wirklich so “einfach” aus Standard-Hardware zum Laufen zu bekommen ist und mittlerweile auch im produktiven Einsatz, als “Hackintosh” im Betrieb und bin, nach ein wenig Eingewöhnungszeit, doch sehr begeistert von der zumeist sehr durchdachten Benutzerführung des Betriebssystems als auch der zur Verfügung stehenden Software.
Eines möchte ich aber Vorweg nehmen, da ich mit diesem “Vorurteil” immer wieder konfrontiert werde: Auch wenn ich OSX NICHT auf Apple Hardware verwende, was schlicht und ergreifend am Mangel von Apple Hardware auf der einen und dem Sträuben des Ergebens in eine Hard- UND Software Abhängigkeit zu einem Hersteller zum anderen liegt, sind meine Installationen von OSX lizenzierte und von mir gekaufte Originalversionen. Ich muss auch diejenigen enttäuschen, die von mir Informationen zur Beschaffung und/oder Installation von bereits modifizierten OSX DVDs erwarten – Google ist euer Freund und Softwarepiraterie unterstütze ich in keiner Weise.
Ich denke, das ich gerade dadurch, das ich eben vorher zwei System zu jeweils speziellen Einsatzzwecken eingesetzt habe, Linux für “produktive” Zwecke und Windows zum “Daddeln”, doch recht hohe Ansprüche an ein OS habe, welches beide meiner Wünsche in ein System vereint.
Dazu kommt noch, das ich recht Anspruchsvoll in Sachen “Aussehen der GUI” bin: Ich mag es beispielsweise nicht, wenn irgendeine Software dank Ihres Look & Feels komplett aus der restlichen Umgebung herrausssticht – um sich so etwas leisten zu können, müsste die Software schon außergewöhnliches leisten oder mich sonst wie davon überzeugen, dieses zu ignorieren.
Daher finden sich in meiner hier vorgestellten Auswahl an Software keine “Ich habe ein tolles Theme-System” Programme sondern, bis auf eine Ausnahme, lediglich Programme mit bestmöglicher Integration in das System. Auch werde ich hier keine “große Liste” führen – eine solche findet sich zum Beispiel drüben beim Apfelquak.
Lange Rede, noch weniger Sinn – nach einem klick auf “weiterlesen” folgt meine persönliche Softwareauswahl.
1. Browser
Als Browser zum reinen Surfen kommt bei mir mittlerweile Safari mit den Addons Safari Stand, Safari AdBlock und Glims zum Einsatz. Firefox wird von mir allerdings weiterhin bei der Webentwicklung genutzt, das Addons wie Firebug und Webdeveloper Toolbar selbiges doch stark vereinfachen. Opera fristet auch unter OSX nur ein Nischendasein um hin und wieder mal Layouts auch damit zu testen.
2. Instant Messenger
Für die Nutzung der gängigen Instant Messenger Netzwerke wie ICQ, AIM und Jabber verwende ich Adium, eine OSX GUI für den von Linux & Windows bekannten “Pidgin” Messengerkern (ehemals gAIM).
3. Twitter Client
Meine, zum jetzigen Zeitpunkt, 2.202 Tweets sprechen Bände: Ja, ich bin süchtig nach diesen 140 Zeichen Nachrichten welche irgendwo zwischen SMS, Blog und Instant Messenger einzuordnen sind – daher muss auch ein vernünftiger Twitter Desktop-Client her. Meine Wahl fiel hierbei auf “Twitterpod”, einem sehr schön aufgemachten Twitterclient der “etwas” anders Tickt als die meisten anderen Twitterclients und auch ein paar wirklich nette Features mitbringt wie beispielsweise eine sehr einfache Suchmaschine für Tweets eines Users (leider nur nach dem Benutzernamen – nicht nach Inhalt des Tweets).
4. IRC Client
Während der Trial-Phase habe ich mich ein wenig mit Linkinus abgekämpft – jedoch gibt es dort so einige Probleme mit den von verschiedenen Clients genutzten Farbcodes (wodurch Buchstaben verschluckt werden) was mich irgendwann doch sehr genervt hat, so das ich mittlerweile das seit nun knapp zwei Jahren nicht mehr aktualisierte X-Chat Aqua einsetze – was auch den Vorteil hat, das ich dort meine Perl-Scripte weiterhin einsetzen kann, da ich auch unter Windows und Linux bereits X-Chat im Einsatz hatte.
5. Mail Client
Nach ein wenig Eingewöhnungszeit und nicht zuletzt aufgrund der recht stockenden Weiterentwicklung von Thunderbird, verwende ich zur Verwaltung meiner Zahlreichen E-Mail Konten mittlerweile Apple Mail.
6. RSS Reader
Einfach, nett anzuschauen, Open Source: Der RSS Reader meiner Wahl hört auf den Namen “Vienna” und bietet die üblichen Features – nichts besonderes aber er erfüllt seine Aufgaben.
7. Musik Player
iTunes. Period.
8. Video Player
Was mir unter Windows und Linux gute Dienste geleistet hat kommt auch hier wieder zum Einsatz: Der VLC Player ist und bleibt meiner Meinung nach einer der besten Videoplayer – und ist dazu noch kostenlos.
9. Code Editor
Für die Entwicklung von Webseiten setze ich mittlerweile auf Coda, welches mit einem Preis von $99 zwar alles andere als “billig” ist, aber meiner Meinung nach jeden Cent wert ist. Großartige Software mit allen Features die man sich nur wünschen kann: Integrierter FTP Client, Site Verwaltung, CSS Editor und vieles mehr – und das alles in einer aufgeräumten 1-Fenster GUI mit Tabs.
10. Büro Suite
Je nach Einsatzzweck nutze ich hier eine Kombination aus zwei Software Paketen: Zum einen das kostenlose Open Source Projekt OpenOffice.org, welches seit der Version 3.0 auch ohne X11 unter OSX läuft, für längere Texte, Tabellen und dergleichen und zum anderen das kostenpflichtige iWork Paket von Apple in erster Linie für Präsentationen mit dem kongenialen Keynote.











[…] letzten Artikel aus der Reihe “My Switch” hatte ich ja bereits ein paar Lobeshymnen auf OSX geäußert […]