Deutsche YouTube “Hörer” schauen in die Röhre
Eine Nachricht verbreitet sich derzeit wie ein Lauffeuer: Googles Verträge mit der GEMA zwecks “Aufführung von GEMA geschützten Werken” auf der YouTube Plattform laufen aus – und sollte die GEMA von ihrer Forderung, welche laut “Google Produkt Kompass” 50 mal höher als das, was die PRS for Music in Großbritanien von Google gerne gesehen hätte – und auch dort gingen drauf hin die virtuellen “Lichter” bei Musikvideos aus – wird es wohl in absehbarer Zeit keine legalen Musikvideos mehr bei YouTube geben.
Das YouTube für die Künstler in erster Linie ein Promotion-Medium ist und war scheint die GEMA dabei vollkommen zu ignorieren – und beweist wieder einmal, wie weit hinterher der große Komplex “Musikindustrie” hinsichtlich neuer Medien ist: Anstatt Trends zu erkennen und zu fördern, immerhin ist man ja Vertreter der Künstler, wird die Hand noch weiter aufgehalten und damit ein Werbemedium vollends zerstört. Die wirklich “bekannten” Künstler, man nennt sie gemeinhin auch einfach “Chart-Huren”, wird das dabei gar nicht einmal weh tun: Die haben ja genug Airplay auf MTViva – naja, wenn Musik gespielt wird – sowie natürlich auch Werbung durch die “neusten Charthit-Klingeltöne im Jamba-Sparabo” – die Kids werden die Musik weiterhin kaufen.
Wer aber auch nur einen Schritt neben den eingelatschten Pfaden wandeln möchte, steht damit vor eben dem Problem, das er, sobald er aufgrund der Verkaufszahlen der GEMA angeschlossen ist, die Promotion-Plattform “YouTube” vollends vergessen kann.
Noch dazu kommt, das gerade Teenies YouTube für die Musikberieselung genutzt haben – wofür die Künstler ja auch vergütet wurden. Die Möglichkeit fällt weg – wo sich die angesprochene Zielgruppe dann bedient, kann sich jeder mit gesundem Menschenverstand vorstellen: Dann geht es eben in Richtung Rapidshare oder auch Piratenbucht – und davon sehen die Künstler nicht einen Cent. Ein weiterer Punkt ist, das auch die Nutzung von GEMA lizenzierten Titeln in selbst erstellten Musikvideos, seien es die doch recht populären Anime Music Videos oder auch der Kindergeburtstag des Sohnes mit Hintergrundberieselung nicht mehr legal möglich sein wird, und somit auch hier wieder bei Nicht-Beachtung dieser Regelung der Nutzer in Richtung Illegalität gedrückt wird.
In wie weit dieser Schritt der Popularität von YouTube schadet, lässt sich nur sehr schwer absehen – sind, beziehungsweise waren, Musikvideos doch eins der großen Zugpferde von YouTube. Man kann also nur das beste hoffen und die Daumen drücken, das die GEMA zurückrudert.





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